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Dossier

Ärztliche Suizidassistenz

im Spiegelbild widerstreitender „Menschenbilder“

von Ass. jur. Lutz Barth

im Januar 2011

 

Vorbemerkung

Das in der ersten Vision vorgelegte Dossier zur „Ärztlichen Suizidassistenz“ soll in einer aktuellen Wertedebatte zunächst die Aufgabe erfüllen, ein stück weit zur Orientierung beizutragen. Eine nahezu vollständige Abbildung der im Diskurs vertretenen Positionen kann hier freilich nicht geleistet werden, so dass das Dossier primär den Zweck verfolgt, einerseits die (Literatur-)Grundlagen für eine Grundsatzstellungnahme des Autors zur ärztlichen Suizidproblematik im Sinne einer work in Progress-Arbeit zu liefern, andererseits aber zugleich den Anspruch erheben soll, die aktuelle Debatte aus der Innenperspektive verschiedener Professionen vor dem Hintergrund des ihnen zugrunde liegenden Menschenbildes mit entsprechenden Literaturhinweisen darzustellen und letztlich, worauf es mir persönlich besonders ankommt, an dem geltenden und im Zweifel zu interpretierenden Verfassungsrecht zu messen.

Das Dossier erscheint mir insbesondere auch deshalb notwendig, weil sich der Diskurs m.E. nicht immer durch die gebotene Qualität auszeichnet, die man/frau eigentlich in einer wissenschaftlichen Befassung mit gewichtigen Gegenwartsfragen erwarten darf.

Bereits anderenorts habe ich versucht, mehrfach daran zu erinnern, dass „Verfassungsinterpretation keine Philosophie“ ist und das ich im Übrigen insbesondere bei den Ethikern schmerzlich eine den wissenschaftlichen Arbeitsstandards angemessene und vor allem gebotene Befassung mit dem Thema vermisse, zumal diese offensichtlich noch nicht einmal (mehr?) gewillt sind, den Meinungsstand innerhalb ihrer eigenen Profession abzubilden (und sei es eben auch nur in einer Fußnote).

Kurz um: Das Dossier dient mir persönlich als Arbeitsunterlage im Sinne einer Literaturrecherche und wird sich perspektivisch in einem Text unter dem o.a. vorläufigen Arbeitstitel Ärztliche Suizidassistenz im Spiegelbild widerstreitender „Menschenbilder“ niederschlagen.

Dass Dossier wird fortlaufend aktualisiert und es steht in meiner Absicht, noch vor dem kommenden Deutschen Ärztetag im Mai 2011 die „Arbeit“ abgeschlossen zu haben.

Dies deshalb, weil ich persönlich glaube, dass das „Recht“ einen wichtigen – wenn nicht gar den ausschlaggebenden – Beitrag zur Befriedung einer schier entfesselten Wertedebatte leisten kann und im Zweifel muss.

Dass Dossier wird sich daher in einem stetigen Prozess von einer Literaturrecherche hin zu einer Arbeitsgliederung und einer vollständigen Stellungnahme „wandeln“, so dass dort, wo es besonders dringlich erscheint, auch Querverweise über eine entsprechende Verlinkung zum Manuskript der eigenen Stellungnahme erfolgen werden.

Nach Abschluss der „Arbeit“ ist eine Veröffentlichung vorgesehen und von daher bitte ich die „Internetgemeinde“, auch das geltende Urheberrecht  zu wahren. Da hier eine Publikation online entsteht und ich ausdrücklich das Recht zur entsprechenden Verlinkung einräume, würde ich doch bitte wollen, den folgenden Zitiervorschlag zu übernehmen:

Barth, Lutz, Ärztliche Suizidassistenz im Spiegelbild widerstreitender „Menschenbilder“, Vers. 1.0/2011 (PMR- IQB-Eigenverlag Lutz Barth) >>> http://www.pflegerecht-zeitschrift.de/online-publikation.htm <<< (html)

Lutz Barth, 09.01.2011

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Literaturquellen zu den nachfolgenden Teildiskursen:
 

Soweit die Literaturquellen online im Internet zugänglich sind, wird hierauf ein Link gesetzt; alle anderen Literaturangaben erfolgen unter Angabe der jeweiligen Fundstelle.

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Ethik   Theologie   Soziologie   Recht   Pressespiegel

                          Katholische ...                              Verfassungsrecht

                          Evangelische ...                              Strafrecht

                                                                            Zivilrecht

                                                                            Ärztl. Berufsrecht

 

 

Teildiskurs: Ethik

 

Ethische Positionen zur Selbsttötung. Vorträge mit anschließender Diskussion

Audioprotokolle zur
Plenarsitzung des Deutschen Ethikrates am 22. Januar 2009

  • Eröffnung
    Prof. Dr. Edzard Schmidt-Jortzig
     
  • Prof. Dr. Frank Emmrich:
    Fürsorge am Lebensende
     
  • Prof. Dr. Edzard Schmidt-Jortzig
    Ethische Positionen zur organisierten Sterbehilfe
     
  • Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff
    Die Frage der Beendigung des eigenen Lebens in Philosophie und Ethik
     
  • Dr. Michael Wunder
    Assistierter Suizid
     
  • Diskussion
     

Die Audioprotokolle können auf der Homepage des Deutschen Ethikrats unter dem folgenden Link aufgerufen werden >>> http://www.ethikrat.org/sitzungen/2009/plenarsitzung-des-deutschen-ethikrates-am-22.-januar-2009-1 <<< (html)


 

Teildiskurs: Theologie

 

Katholische Theologie:

 

Prof. Dr. Eberhard Schockenhoff

Die Frage der Beendigung des eigenen Lebens in Philosophie und Ethik

Vgl. dazu Audioprotokoll vom Vortrag auf der Homepage des Deutschen Ethikrats unter dem nachfolgenden Link >>> http://www.ethikrat.org/sitzungen/2009/plenarsitzung-des-deutschen-ethikrates-am-22.-januar-2009-1 <<< (html)

 

Evangelische Theologie:

 

Assistierter Suizid

Wenn Menschen sterben wollen.

Eine Orientierungshilfe zum Problem der ärztlichen Beihilfe zur Selbsttötung. Ein Beitrag des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland, EKD-Texte 97, 2008

Zum Inhalt: Der Beitrag des Rates des EKD kommt nach Prüfung von ethischen, theologischen, rechtlichen, medizinischen und standesethischen Argumenten zu drei Ergebnissen: Er verwirft klar eine rechtliche Einschränkung der Garantenpflicht des Arztes. Er lehnt sodann die Möglichkeit einer Verankerung der ärztlichen Beihilfe zum Suizid im Recht ab, und regt ferner an, politisch auf das Verbot der geschäftsmäßigen Vermittlung von Gelegenheiten zur Selbsttötung und damit auf ein Verbot von kommerziellen Sterbehilfeorganisationen nach Schweizer Muster hinzuwirken.

Quelle: Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG) – Evangelische Medizin- und Bioethik >>> http://www.ev-medizinethik.de/pages/themen/lebensende/themenfelder/assistierter_suizid/index.html <<< (html)


Stellungnahme der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) zum BGH-Urteil zur Sterbehilfe.

Stärkung des Patientenwillens und größere Rechtssicherheit für Ärzte und Angehörige (Pressemitteilung der EKD), Hannover 25.6.2010

Zum Inhalt: Die EKD begrüßt, dass das Urteil des Bundesgerichtshofes zur Sterbehilfe das Recht des Patienten auf die Umsetzung seines Willens stärkt und zu einer größeren Rechtssicherheit bei Ärzten, Pflegepersonal und Angehörigen beiträgt.

Quelle: Zentrum für Gesundheitsethik (ZfG) – Evangelische Medizin- und Bioethik >>> http://www.ev-medizinethik.de/pages/themen/lebensende/themenfelder/sterbehilfe/index.html <<< (html)

  Pressemitteilung der EKD zum BGH-Urteil Sterbehilfe


Katholische und evangelische Ethik im Nebeneinander – fördernd oder hemmend für den Ethikdiskurs

in MD, Materialdienst des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim, 03/2008, S. 59 ff.; online zugänglich unter >>> http://www.sozialethik.uni-bonn.de/kress/vortraege/kress_kath_ethik_bensheim_2008.pdf  <<< (pdf.)


Dogmatisierung ethischer Fragen

in MD, Materialdienst des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim, 01/2010, S. 3 ff.; online zugänglich unter >>> http://www.sozialethik.uni-bonn.de/kress/vortraege/kress_dogmatisierung_mdki_2010.pdf <<< (pdf.)

 

 

Teildiskurs: Soziologie/Thanatosoziologie

 

Klaus Feldmann

Sterben, Sterbehilfe, Töten, Suizid.
Bausteine für eine kritische Thanatologie und für eine Kultivierungstheorie.

Hannover 2011

work in progress (kritische Stellungnahmen und Anregungen erwünscht)
Version 182 

>>> Online – Publikation >>> http://www.feldmann-k.de/tl_files/kfeldmann/pdf/thantosoziologie/feldmann_sterben_sterbehilfe_toeten_suizid.pdf <<<


 

 

Teildiskurs: Recht (mit den nachfolgenden Subdisziplinen)

 

Verfassungsrecht:

 

Strafrecht:

 

Sozialverträgliches Sterben.
Die Debatte um assistierten Suizid und Sterbehilfe

v. Susanne Niemz (2010) 

„Ziel dieses Buches ist die Beförderung einer offen und ehrlich geführten Diskussion über Sterbehilfe bzw. assistierten Suizid. Zu diesem Zweck wird eine ausgesprochen breit angelegte Untersuchung erarbeitet, die eine inhaltsreiche Darstellung verschiedener Diskussionsarenen, Informationen über die Realität dieses schwer zugänglichen Bereichs und Brückenschläge zwischen Empirie und Normativität bietet. Die Arbeit besticht durch die umfassende Kenntnis zahlreicher wissenschaftlicher Teildiskurse (Rechtswissenschaft, Philosophie, Medizin, Ethik) und die empirische Materialfülle. Diese Kombination verleiht dem Werk einen eigenständigen Wert, der auch für all jene eine Bereicherung ist, die mit dem inhaltlichen Ergebnis des Gedankengangs möglicherweise nicht einverstanden sind.“


 

Zivilrecht:

 

Petra Baltz

Lebenserhaltung als Haftungsgrund

1. Aufl. - Berlin : Springer Berlin, 2010. - XV, 298 S. - (MedR Schriftenreihe Medizinrecht)

„In der Arbeit wird untersucht, unter welchen Voraussetzungen die Erhaltung menschlichen Lebens Schadensersatzansprüche desjenigen begründet, der - einstweilig - am Leben erhalten wird. Diese möglicherweise befremdlich anmutende Fragestellung ergibt sich aus der Existenz des Patientenrechts auf Selbstbestimmung, das auch die Ablehnung lebenserhaltender Maßnahmen umfasst. Nach Darstellung der strafrechtlichen Rahmenbedingungen und der arzthaftungsrechtlichen Grundlagen wird unter Berücksichtigung des Dritten Gesetzes zur Änderung des Betreuungsrechts vom 29.7.2009 erläutert, wer in welcher Situation nach welchem Maßstab die Entscheidung über die Vornahme oder Nichtvornahme lebenserhaltender Maßnahmen zu treffen hat. Anschließend wird anhand verschiedener Fallkonstellationen geprüft, inwieweit lebenserhaltende Maßnahmen bei Sterbenden, tödlich Kranken, Wachkomapatienten, Suizidwilligen und Patienten, die aus religiösen Gründen eine vital indizierte Behandlung ablehnen, Schadensersatzansprüche auslösen.“


 

Ärztliches Berufs- und Standesrecht:

 

Jochen Taupitz

„Die Standesordnungen der freien Berufe“ (1991)


 

Pressespiegel:

Nicht selten wird der Wertediskurs in den Medien geführt - zumeist hoch emotionalisiert. Ohne hier den Anspruch erheben zu wollen, eine umfassende Presseschau vorzunehmen, erscheint es dennoch sinnvoll, auf einige zeitgenössische Beiträge und Meldungen hinzuweisen. Freilich bin ich bemüht, einen ausgewogenen Pressespiegel zu erstellen - im Übrigen ein Umstand, den ich leider vielfach bei den verschiedenen "Fraktionen" vermisse (L. Barth, 18.01.11)

 

 

 

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Stand: 21.06.11